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Das Modell der Superkompensation-Anpassungsprozesse durch Training

Aktualisiert: 7. März 2019


Das Theoriemodell der Superkompensation wird von Sportwissenschaftlern verwendet, um die Anpassungsprozesse durch Training zu veranschaulichen. Der menschliche Körper passt sich Belastungen an. Dank dieser Eigenschaft können wir durch regelmäßiges Training Muskeln aufbauen, neue Bewegungstechniken lernen und unsere Leistungsfähigkeit steigern.


Der Anpassungsprozess

Die Anpassung läuft immer in einer bestimmten Reihenfolge ab:

1. Der Körper wird durch einen überschwelligen Trainingsreiz in seinem Gleichgewichtszustand (Homöostase) gestört.

2. Dies führt zu einer Phase der Ermüdung, der dann eine Erholungsphase folgt.

3. Der Körper kehrt anschließend nicht nur zum Ausgangszustand vor der Belastung zurück, sondern überschreitet ihn. Diesen Mehrausgleich bezeichnet man als Superkompensation.

Wird die nächste Trainingsbelastung am Punkt des höchsten Mehrausgleichs gesetzt, bewirkt das eine kontinuierliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit.


Die Grenzen des Modells

Es könnte der Eindruck entstehen, dass eine endlose Verbesserung der Leistung möglich ist. Die Praxis zeigt allerdings, dass dies nicht der Fall ist und Anpassungen mit zunehmender Fitness immer geringer werden. Außerdem muss beachtet werden, dass Wiederherstellungsprozesse unterschiedlicher Organe unterschiedlich lange dauern und so die Bestimmung des Punktes des höchsten Mehrausgleichs schwierig ist.


Wichtige Erkenntnisse für die Praxis

Dennoch ist das Modell der Superkompensation geeignet, Anpassungsprozesse zu erklären. Es verdeutlicht, dass am Anfang einer Leistungsverbesserung eine Belastung steht, die groß genug ist den Körper aus seinem Gleichgewichtszustand zu bringen. Ist der Trainingsreiz zu gering werden wir uns nicht verbessern! Deutlich wird auch das Zusammenspiel von Belastung und Entlastung. Nach einem überschwelligen Trainingsreiz muss dem Körper Zeit zur Regeneration gegeben werden. Bei perfekter Abstimmung von Belastung und Erholung verbessert sich die Leistungsfähigkeit.


Fazit

Damit wir unsere Leistungsfähigkeit systematisch verbessern können sind überschwellige Trainingsreize notwendig. Auf diese Trainingsreize muss dann eine Phase der Entlastung folgen, um am Punkt des höchsten Mehrausgleichs den nächsten Trainingsreiz zu setzen.


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