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Exercise is Medicine

Exercise is Medicine ist das Motto des American College of Sportmedicine und eine globale Gesundheitsinitiative, um körperliches Training zum Standard in der Gesundheitsfürsorge zu machen (1). Wie wichtig diese drei Wörter in Bezug auf das Training sind und warum sie auch in meinem Personal Trainingsstudio an der Wand stehen erläutere ich in diesem Beitrag.



Sport ist Medizin

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass Sport als die effektivste und nebenwirkungsärmste Medizin gegen Zivilisationserkrankungen wie beispielsweise Übergewicht und zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt. Darüber hinaus hat körperliches Training einen festen Platz in der Therapie von orthopädischen Problemen eingenommen. Nicht wenige Mediziner behaupten: "Gegen die allermeisten Krankheiten gibt es eine Pille: Sport" (2).

Mit Sport und körperlichen Training meinen Sportmediziner allerdings kein Kreisligafußball am Wochenende, sondern systematische Trainingsprogramme nach sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, die die individuellen Voraussetzungen des Trainierenden zu jeder Zeit berücksichtigen. Gezieltes Training hat nachweislich positive Auswirkungen bei Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose und chronischen Rückenschmerzen. Nach akut traumatischen Ereignissen wie Sehnen und Bänderrissen ist ein gezieltes Training unerlässlich, um einen funktionstüchtigen Bewegungsapparat wiederzuerlangen und erneute Verletzungen zu verhindern.

Nicht zu vergessen sind die positiven Auswirkungen eines regelmäßigen Trainings auf die Psyche. Sport- und Bewegungstherapie wirkt bei verschiedensten psychischen Erkrankungen. Besonders erforscht sind die Auswirkungen von Bewegungsprogrammen bei Depressionen. Zahlreiche empirische Studien belegen ihre Wirksamkeit.


Sport in der Prävention

Sport ist allerdings nicht nur ein sehr effektives Medikament bei der Behandlung von zahlreichen Erkrankungen. Viel mehr wirkt Sport auch präventiv und schützt uns vor Erkrankungen. Das gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen genauso wie für viele orthopädische Probleme. Fitness kann selbst vor Krebs schützen (3). Eine aktuelle Publikation beziffert den Effekt von körperlicher Aktivität auf die relative Risikoreduktion bei Darmkrebs auf 25 Prozent (4), und auch für Brustkrebs (prä- und postmenopausal), Prostatakrebs und andere Krebsarten vermindern sich die relativen Risiken um 20 bis 30 Prozent (3).

Training ist in der Tat Medizin und der Wert der Gesundheit ist mit nichts anderem vergleichbar. Deshalb sollte sich jeder die Zeit nehmen mindestens einmal pro Woche möglichst professionell zu trainieren. Wer glaubt keine Zeit für regelmäßiges Training zu haben, der sollte über folgenden Satz nach denken:


"Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages viel Zeit für die Krankheit opfern." (S. Kneipp)


Personal Training ist Medizin

Körperliches Training ist demnach viel mehr als Gewichte zu stemmen, um die Figur zu formen. Professionelles Training leistet einen großen Beitrag zur Gesunderhaltung und ist eine wichtige Säule in der Therapie von vielen Erkrankungen. Im 1:1 Personal Training und auch im Training mit Kleingruppen können gezielte Trainingsreize gesetzt werden, die die individuellen Leistungsvoraussetzungen des Einzelnen berücksichtigen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um langfristige Trainingserfolge zu erzielen und darüber hinaus die Gesundheit der Trainierenden zu fördern.

Damit jeder Trainierende sich daran erinnert, dass die 60 Minuten Training eine Investition in Gesundheit sind, steht "Exercise is Medicin" gleich im Eingangsbereich meines Personal Trainingsstudios in Freising.


Fazit

Zahlreiche positive Auswirkungen von Sport sind optisch sofort zu erkennen. Die Leistungsfähigkeit verbessert sich, Muskeln werden aufgebaut und Körperfett schmilzt. Doch darüber hinaus bringen professionelle Bewegungsprogramme noch viel mehr als wir mit dem bloßen Augen sehen können. Sport wirkt wie ein Medikament. Ein Medikament ohne Nebenwirkungen. Ein Medikament, dass wir alle lebenslang einnehmen sollten!


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Quellen:

1. https://www.exerciseismedicine.org/

2. Geißler, S. & Remmert, S. (2019). Gesunder Rücken. Edition Michael Fischer: Igling

3. https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/schuetzt-fitness-vor-krebs/

4. Aleksandrova K. Physical activity, mediating factors and risk of colon cancer: insights into adiposity and circulating biomarkers from the EPIC cohort. Int J Epidemiol. 2017;



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